Sprach und Kommunikationswissenschaft, Bachelor of Arts

 

Sprache verwenden wir jeden Tag. Wir sprechen, schreiben, rezipieren und kommunizieren im Alltag, bei der Arbeit, im persönlichen Gespräch, per E-Mail, SMS und im Netz – im Spannungsfeld mündlicher und schriftlicher Sprachstile. Sprach- und Kommunikationswissenschaft beschäftigen sich mit der Beschreibung und Analyse solcher Kommunikationsphänomene.

Wie muss eine Homepage konzipiert sein, um für verschiedene Nutzertypen bedienbar zu sein? Nach welchen Gesetzmäßigkeiten funktioniert Kommunikation in persönlichen Gesprächen,
Chatrooms oder E-Mails? Warum setzen sich manche Technologien durch, andere nicht? Welche Argumente sind in öffentlichen Diskussionen dominant und warum? Wie können sie überzeugend in Vorträgen und Präsentationen eingesetzt werden? Wie kann man Raum mit Hilfe von Sprache konstruieren?

Der Studiengang Sprach- und Kommunikationswissenschaft beschäftigt sich mit Beschreibung und Analyse von Kommunikationsphänomenen. Besonderes Augenmerk gilt dabei den ThemenSprache und Denken, Internetkommunikation und öffentlicher Sprachgebrauch, Technikkultur und Techniksoziologie. Das Themenspektrum reicht von gesellschaftlich relevanten Textsorten über Fragen der rhetorischen Kommunikation bis hin zu medizinethischen Problemfeldern im medialen Diskurs.

Studierende bewegen sich dabei in zwei Fachgebieten – Sprachwissenschaft und Kommunikationswissenschaft. Darüber hinaus bietet ihnen das Studium an einer technischen Hochschule die Möglichkeit, Perspektiven der Ingenieur- und Naturwissenschaften zu entdecken, aus denen sie die Phänomene Sprache und Kommunikation
interdisziplinär betrachten können. Es werden also drei fachliche Zugänge miteinander verknüpft:

Die Sprachwissenschaft beschreibt mit den sprachsystematischen Teildisziplinen Phonologie, Morphologie und Syntax den Aufbau von Sprache – von kleinsten bis hin zu komplexen sprachlichen Einheiten. In den Bereichen Semantik und Pragmatik werden bedeutungs- und handlungsbezogene Aspekte fokussiert. Dabei wird beispielweise der Sprachgebrauch in spezifischen Texten oder in unterschiedlichen Kontexten und Domänen, zum Beispiel Politik, Wirtschaftsunternehmen oder Werbung, beschrieben.

Die Kommunikationswissenschaft baut diesen sprachwissenschaftlichen Ansatz im Hinblick auf Sprache als Verständigungsmittel aus. Sie berücksichtigt dabei unter anderem die Interaktion und Kommunikation mit verschiedenen Medien. Dabei sind vor allem Wechselwirkungen zwischen Medien und ihren Nutzerinnen und Nutzern von Interesse. Darüber hinaus werden kommunikative Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Medien und Anwendungskontexte untersucht.

Die interdisziplinären Perspektiven eröffnen Zugänge zum Phänomen Sprache aus Sicht anderer Fächer. Nachbardisziplinen aus Geistes-, Sozial-, Natur- und Ingenieurwissenschaften bieten vielfältige Erkenntnisse und Methoden, die das Repertoire der Sprach- und Kommunikationswissenschaft bereichern können.

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