Projekte

  Foto eines Bildschirms, auf dem die Projektschwerpunkte zu erkennen sind. Urheberrecht: Dr. Martina Ziefle, Luca Liehner  

Die Themen des Lehrstuhls werden in einer Vielzahl drittmittelgeförderter Projekte untersucht, sowohl im Auftrag öffentlicher als auch industrieller Geldgeber. Unsere Projekte behandeln unterschiedliche Fragen im Kontext Technikwahrnehmung, Interaktion von Mensch und Technik, Akzeptanz und Risikokommunikation in den Domänen Erneuerbare Energien, Mobilität und Verkehr, Gesundheit und Krankheit sowie Digitalisierung in Arbeit und Produktion.

 

Laufende Projekte

ACCESS! - Transformationspfade zu einer nachhaltigen Mobilität, 2020 bis 2024

Das Forschungskolleg ACCESS! widmet sich der Entwicklung von Transformationspfaden für integrierte Technologie- und Mobilitätskonzepte und nachhaltige Mobilitätssysteme. Im Kolleg bearbeiten Doktoranden aus den Bereichen Technik-, Sozial-, und Wirtschaftswissenschaften gemeinsam aktuelle und gesellschaftlich relevante Fragestellungen zur Gestaltung zukünftiger Mobilitätssysteme. Dabei werden zukünftige technische und infrastrukturelle Möglichkeiten ebenso berücksichtigt wie gesellschaftliche Ansprüche und globale Umweltziele.

KISTRA – Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Früherkennung von Straftaten

Das Forschungsprojekt KISTRA beschäftigt sich mit technischen Lösungen zur Erkennung von Hasskriminialität sowie sozialwissenschaftlichen, ethischen und rechtlichen Betrachtungen zum Thema „Hass im Internet". Das Vorhaben fußt auf der „Schutz vor Kriminalität und Terrorismus“-Initiative des nationalen Sicherheitsforschungsprogrammes beim Bundesministerium für Bildung und Forschung, kurz BMBF, und will die Entwicklung rechtskonformer KI und Verfahren zur Erfassung und Bewertung sicherheitsrelevanter Inhalte im Internet voranbringen.

GOODBROTHER: Netzwerk zu datenschutzgerechten Audio- und Video-basierten Anwendungen für aktives und betreutes Leben, 2020 bis 2024

Ziel des GOODBROTHER Projektes ist es, gesellschaftlich akzeptierte, ethisch verantwortliche und auf die Privatsphäre achtende Lösungen zu konzipieren, die ältere, behinderte und gebrechliche Menschen in ihrem täglichen Leben zu unterstützen. Damit soll das Bewusstsein für die ethischen, rechtlichen, sozialen und privaten Fragen im Zusammenhang mit der audio- und videobasierten Überwachung in privaten Räumen geschärft werden. GOODBROTHER verfolgt den Ansatz der Responsible Research and Innovation, kurz RRI, einem europaweit konzipierten Ansatz für eine verantwortungsbewusste Forschung und Innovation.

„FLIP“ – Förderung der Lebensqualität von Insekten und Menschen durch perfekte Wiesenwelten, 2020 bis 2026

FLIP umfasst einen integrativen Ansatz zur nachhaltigen Etablierung von artenreichen Wiesen, Glatthaferwiesen des Flach- und Hügellandes, auf bisher intensiv gepflegten Rasen innerstädtischer Grünflächen sowie Fett- und Vielschnittwiesen der Agrarlandschaft. Es soll eine standortgerechte Vielfalt von heimischen Pflanzen angesiedelt werden, um den Lebensraum vieler Insekten wiederherzustellen. Gleichzeitig soll im Rahmen der Wertschöpfung von Wiesen und ihrer Bewohner durch Bildungs- und Öffentlichkeitsmaßnahmen auf regionaler und überregionaler Ebene eine nachhaltige Bewusstseinsbildung bei verschiedensten Akteuren erreicht werden.

Optimal@NRW – Optimierte Akutversorgung geriatrischer Patienten durch ein intersektorales telemedizinisches Kooperationsnetzwerk – rund um die Uhr, 2020 bis 2024

Im Projekt Optimal@NRW wird in der Region Aachen eine zentrale telemedizinische Anlaufstelle, wie ein virtueller digitaler Tresen, entwickelt, über die Pflegeheime, Pflegedienste, Hausärzte, Portalpraxen, Rettungsdienste und Notaufnahmen miteinander vernetzt werden. Im Falle einer medizinischen Fragestellung meldet sich das Pflegepersonal beim virtuellen Tresen. Dort wird die Dringlichkeit des Falles erfasst und es erfolgt die Weitervermittlung an den Hausarzt, die Notaufnahme oder an mobile Versorgungsassistenten. Weitere Ziele des Projekts sind die Etablierung von ärztlichen Telekonsultationen und die Entwicklung eines Frühwarnsystems, das auf Grundlage von klinischen Beobachtungen und Vitalparametern schon vor Ort die Dringlichkeit einer medizinischen Versorgung besser bestimmt.

visuAAL – Privacy-Aware and Acceptable Video-Based Technologies and Services for Active and Assisted Living, 2020 bis 2024

Der Zweck des Projektes visuAAL ist es, eine Brücke zwischen Nutzeranforderungen und dem angemessenen und sicheren Einsatz von videobasierten AAL-Technologien zu schlagen, um älteren Menschen effektiv und unterstützend zur Seite stehen zu können. Insbesondere sollen ethische, juristische, soziale und die Privatsphäre betreffende Voraussetzungen für den Einsatz der Technologien in Krankenhäusern, privaten Wohnbereichen und öffentlichen Bereichen erforscht werden.

SULEICA – Smart Urban Logistics through Electrification Collaboration and Automation, 2020 bis 2022

In den letzten Jahren ist das Logistikaufkommen durch die zunehmende Urbanisierung und den Wandel im Handel und damit auch die Herausforderung an die Logistikanbieter und Infrastruktur stark gestiegen.
Das Forschungsprojekt SULEICA verfolgt das Ziel der Erforschung automatisierter, vernetzter, elektrischer Leichtfahrzeuge – sog. „Ducktrains“ – für eine smarte urbane Innenstadtlogistik in Aachen.

eCOCO2, 2020 bis 2024

eCOCO2 zielt darauf ab, einen CO2-Umwandlungsprozess unter Verwendung von erneuerbarem Strom und Wasserdampf einzurichten, um direkt synthetische Jet-Kraftstoffe mit ausgewogener Kohlenwasserstoffverteilung herzustellen. Dadurch wird diese Technologie es ermöglichen, mehr Energie pro verarbeitetem CO2-Molekül zu speichern und damit die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. In mehreren europäischen Regionen werden Studien zur gesellschaftlichen Wahrnehmung und Akzeptanz durchgeführt. In diesen Studien wird COMM die gesellschaftliche Wahrnehmung und Akzeptanz der entwickelten Technologie sowie der aus ihrer Anwendung gewonnenen synthetischen Kraftstoffe bewerten, modellieren und vorhersagen.

COre FAKTEN, 2020 bis 2022

Eine zentrale Voraussetzung für die zielgerichtete Weiterentwicklung der Energiewende ist die Umsetzung einer CO2-orientierten Reform des Energieabgaben, -steuern und -umlagensystems, kurz COre. Ziel des Projekts COre FAKTEN ist es gesellschaftliche Akzeptanzfragen einer solchen Reform mittels soziologischer, verhaltensökonomischer und kommunikationswissenschaftlicher Forschungsansätze zu analysieren und durch Fokusgruppen empirisch zu untersuchen.

Landleuchten – Digitale Wiedererweckung des Dorfes, 2019 bis 2022

Das Projekt Landleuchten betrachtet zwei ländliche Modellregionen, die Eifel und den Hunsrück, welche von Strukturwandel und demografischer Veränderung geprägt sind. Für das soziale und funktionale Überleben ländlicher Räume ist die Wiederanbindung der Bevölkerung an Mobilitätsdienste, Handel und Einkaufsmöglichkeiten sowie Teilhabe an einem kulturell-sozialen Leben essentiell

Carbon4PUR, 2019 bis 2020

Ziel des Projekts Carbon4PUR ist es, die starke Abhängigkeit der Verarbeitungsindustrie von fossilen Ressourcen zu verringern und gleichzeitig den Treibhauseffekt durch Dekarbonisierung der Wirtschaft zu reduzieren. Zu diesem Zweck wird an einer neuartigen flexiblen Technologie gearbeitet, welche auf der direkten Umwandlung von Gasgemischen aus dem chemischen Stahlwerk zu chemischen Bausteinen basiert. Diese wiederum werden zu polymeren Zwischenprodukten weiterverarbeitet und münden schließlich in nachhaltigen Anwendungen von Hartschäumen und Beschichtungen. Dabei werden kostspielige physische Trennungen vermieden.

Exzellenzcluster Internet of Production – Graduiertenschule, 2019 bis 2025

Dem Exzellenzcluster Internet of Production, kurz IoP, liegt die Vision zugrunde, ein neues Niveau der domänenübergreifenden Kollaboration in der Produktionstechnik zu ermöglichen, indem semantisch adäquate und kontextbezogene Daten aus Produktion, Entwicklung und Nutzung in Echtzeit und angepasster Granularität zur Verfügung gestellt werden. Die Graduiertenschule innerhalb des IoP konzentriert sich auf die systematische Unterstützung und Entwicklung von Forscherinnen und Forschern in verschiedenen wissenschaftlichen Phasen, nämlich Masterstudierende, Doktorandinnen und Doktoranden sowie Postdoktorandinnen und -doktoranden, und Disziplinen.

Exzellenzcluster Internet of Production – Integrierte Nutzung, 2019 bis 2025

Ein weiteres Exzellenzcluster Internet of Production, kurz IoP, beschäftigt sich mit der Integrierten Nutzung. Das übergeordnete Ziel ist es, nutzerzentrierte Kommunikation, Interaktion und Wissenstransfer zwischen den Einheiten eines digitalisierten, soziotechnischen Produktionssystems unter Berücksichtigung des Wandels zu gestalten, um die Akzeptanz und Nachhaltigkeit des IoP zu erhöhen.

Exzellenzcluster Internet of Production – Funktionale Perspektive, 2019 bis 2025

In diesem Projektverbund des Exzellenzclusters Internet of Production, kurz IoP, mit dem Schwerpunkt Funktionale Perspektive arbeiten wir an nutzerzentrierten sogenannten Data to Knowledge Pipelines, die Daten in Erkenntnisse umwandeln und den Entscheidungsträgern sinnvolles, handlungsfähiges Wissen liefern sollen.

Exzellenzcluster Fuel Science Center: Integrierte Desingmethode für eine nachhaltige kraftstoffbasierte Mobilität, 2019 bis 2025

Nachhaltige Mobilitätskonzepte sind eine wichtige Maßnahme zur Verringerung des CO2- und Schadstoffausstoßes im Verkehrssektor. Alternative Kraftstoffe, zum Beispiel biobasierte Krafstoffe, E-Fuels aus CO2, Wasser und erneuerbarem Strom oder sogenannte biohybride Kraftstoffe, können CO2- und Schadstoffemissionen im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen senken.

eMIND – Errichtung von Ladeinfrastruktur, kurz LIS, für Elektrofahrzeuge in Düren, 2018 bis 2022

Interdisziplinäres Verbundsprojekt im Rahmen des Sofortprogramms Saubere Luft 2017 bis 2020. Das Projekt eMIND – Electric Mobility INtegration Düren – setzt sich aus der Stadt Düren und drei Instituten der RWTH Aachen University zusammen. Diese sind das Institut für Hochspannungstechnik, kurz IFHT, das Human-Computer Interaction Center, kurz HCIC, und das Institut für Stadt-bauwesen und Stadtverkehr, kurz ISB.

Cities in Charge – Aufbau von öffentlicher Ladeinfrastruktur, kurz LIS, für Elektrofahrzeuge in deutschen Ballungsräumen, 2018 bis 2022

Interdisziplinäres Verbundsprojekt im Rahmen des Sofortprogramms Saubere Luft 2017 bis 2020. Gesamtziel des Projektes ist der Aufbau von Ladeinfrastruktur in deutschen Ballungsräumen und deren Umland. Die Städte Bonn, Dresden, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig und München leiden an erhöhten Luftverschmutzungswerten. In diesen Regionen soll durch einen Zuwachs an Elektrofahrzeugen ein Beitrag zur NOx-Reduzierung geleistet werden.

APEROL – Autonome personenbezogene Organisation des Straßenverkehrs und digitale Logistik, 2018 bis 2020

Das Alleinstellungsmerkmal von Aperol ist die von Beginn an geplante Pilotphase im tatsächlichen Straßenverkehr. Die Stadt Aachen wird hierfür als Konsortialpartnerin ausgewählte Strecken auf dem Ring, dem Campus-Boulevard und dem Markt für die Testphase bereitstellen. Durch den Testbetrieb wird sich die Akzeptanz dieser Dienste und Konzepte bei den Bürgerinnen und Bürgern direkt messen lassen.

Digitale Mündigkeit, 2018 bis 2022

„Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“, Artikel 5, Absatz 1, Satz 1, Grundgesetz. Das Projekt Digitale Mündigkeit leistet einen Beitrag zur Sicherung der Demokratie und zur informationelle Selbstbestimmung der Internetnutzer, in dem es ein Werkzeug bietet, Meinungsbildungsprozesse in hybriden sozialen Netzwerken sichtbar zu machen und empfindliche Kipppunkte im öffentlichen Diskurs identifiziert.

Smart Identification, 2018 bis 2020

Die Idee von Smart Identification ist die gesellschaftlich akzeptierte, ethisch sinnvolle und rechtlich sichere Nutzung von Smartphone- oder an der Grenze ermittelten Daten zur Analyse von Flüchtlingsströmen und Schleusungsvorgängen sowie der Identifizierung von Individuen.

Paal – Privacy aware and acceptable life logging service for older and fragil people, 2018 bis 2021

Europa und andere Länder weltweit stehen aufgrund des demografischen Wandels vor entscheidenden Herausforderungen im Gesundheits- und Sozialwesen. Zur Verbesserung der Lebensqualität, zur Sicherstellung eines unabhängigen und gesunden Lebens älterer und gebrechlicherer Menschen und zur Ermöglichung eines aktiven und selbstbestimmten Lebens im Alter und/oder mit Behinderung werden Lifelogging-Technologien eingesetzt.