Cities in Charge – Interdisziplinäres Verbundprojekt im Rahmen des Sofortprogramms Saubere Luft, 2018 bis 2022
Projektinformationen
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Förderung:
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie -
Zeitraum:
2018 bis 2023 -
Projektpartner:
Comfortcharge GmbH
RWTH Aachen Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung, IFAM
RWTH Aachen Lehrstuhl und Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr, kurz ISB
RWTH Aachen Lehrstuhl für Communication Science
RWTH Aachen Human-Computer Interaction Center, HCIC
RWTH Aachen Lehrstuhl und Institut für Hochspannungstechnik, kurz IFHT
Landeshauptstadt Dresden
Interdisziplinäres Verbundprojekt im Rahmen des Sofortprogramms Saubere Luft 2017 bis 2020
Gesamtziel des Projektes ist der Aufbau von Ladeinfrastruktur in deutschen Ballungsräumen und deren Umland. Die Städte Bonn, Dresden, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig und München leiden an erhöhten Luftverschmutzungswerten. In diesen Regionen soll durch einen Zuwachs an Elektrofahrzeugen ein Beitrag zur NOX-Reduzierung geleistet werden. Im Verbund mit der Telekom-Tochter Comfortcharge GmbH, dem Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung, kurz IFAM, drei Instituten der RWTH Aachen University und der Stadt Dresden werden auf den Telekom-Liegenschaften in diesen Städten und an den jeweiligen Anbindungen an das Umland öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur aufzubauen und das Ladeangebot netzdienlich so zu gestalten, dass bestehenden Nutzungshemmnisse für E-Fahrzeuge durch eine gegenwärtig als unzureichend wahrgenommene Ladeinfrastruktur abgebaut werden.
Die beteiligten Lehrstühle der RWTH Aachen übernehmen dabei folgende Aufgaben: Das Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr, kurz ISB, erforscht die Zusammenwirkung der Raum- und Verkehrsinfrastrukturen mit dem Mobilitätsbedarf der Menschen.
Der Lehrstuhl für Communication Science erforscht zielgruppenspezifische Anforderungen potentieller Nutzerinnen und Nutzer der neu zu errichtenden Ladeinfrastruktur zur Gestaltung und Optimierung des Lade- und Serviceangebots. Im Fokus stehen Anforderungen und mögliche Zielkonflikte bei der Nutzungsbereitschaft. Auf Basis von empirisch ermittelten und lokal verortbaren Nutzerprofilen werden eine Parametrisierung des Standortbewertungsmodells und Handlungsempfehlungen für den flächendeckenden und bedarfsorientierten Aufbau von Ladeinfrastruktur basierend auf E-Mobilitäts- und Ladeverhalten sowie Standortpräferenzen möglich.
Das Institut für Hochspannungstechnik erforscht in verschiedenen Szenarien heutiger und zukünftiger Versorgungsaufgaben die Auswirkungen von Ladeinfrastruktur auf die Belastung der Verteilungsnetze sowie den Nutzen intelligenter Ladestrategien und innovativer Netzbetriebsführungskonzepte zur Vermeidung von Netzüberlastungen.
Gemeinschaftliches Ziel der RWTH-Partner ist eine detaillierte und zukunftsorientierte Betrachtung der gesamten Mobilität mit detaillierterer Analyse der Elektromobilität und der dafür benötigten Ladeinfrastruktur.