Direct Air Capture –Transdisziplinäre Bewertung unter Einbeziehung von Labor, Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft (DAC-TALES)

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Projektinformationen

 

Die Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5°C erfordert den schnellen Einsatz von Technologien zur Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre, wie z.B. der Abscheidung von CO2 aus der Luft mit anschließender Speicherung (engl. Direct Air Carbon Capture and Storage, DACCS). Ziel ist eine transdisziplinäre Bewertung von DACCS, um eine zuverlässige Grundlage für Entscheidungen zur zukünftigen Forschungsagenda und Klimapolitik zu schaffen. Die Bewertung steuert dabei sowohl die technologische Entwicklung als auch die auf Akzeptanzbewertungen basierenden Kommunikationsstrategien und ermöglicht so eine Skalierung von DACCS, um das volle Klimaschutzpotenzial auszuschöpfen.

Im Projekt wird das gesamte Spektrum der DAC-Technologien, einschließlich Ab- und Adsorption, auf mehreren Skalen untersucht. Basierend auf den Ergebnissen von Laborexperimenten werden flexible DAC-Modelle parametrisiert. Diese DAC-Modelle werden mit Modellen zur CO2-Speicherung und dem Energiesystem kombiniert, um systemweite Effekte entlang der gesamten DACCS-Wertschöpfungskette zu integrieren. Techno-ökonomische und Lebenszyklus-Bewertungen liefern die systemweiten ökologischen und ökonomischen Auswirkungen von DACCS auf klimarelevanten Skalen. Als weiteres Bewertungskriterium wird die gesellschaftliche Akzeptanz als Steuerungsparameter in die Entwicklung von DACCS integriert und nicht nur als negativer Nebeneffekt nach der Technologieentwicklung betrachtet. Die Ergebnisse des Projekts werden das breite wissenschaftliche Verständnis von DACCS verbessern, die Rolle von DACCS in der Klimapolitik darlegen und die nötigen Schritte zur großtechnischen Umsetzung von DACCS identifizieren. Damit ist das Projekt ein wichtiges Element zur Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf unter 1,5°C.