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SLAM - Etablierung eines bundesweiten Schnellladenetzes für Achsen und Metropolen

Die deutsche Bundesregierung und die deutsche Automobilindustrie haben sich zur Elektromobilität bekannt, um auch unter Berücksichtigung von Umweltaspekten und des begrenzten Vorkommens fossiler Brennstoffe die zukünftige Mobilität sicherzustellen. Die konsequente Verbreitung der Elektromobilität funktioniert jedoch nur, wenn ein zuverlässiges und einfach zugängliches Netz von Lademöglichkeiten existiert und der Nutzer die Möglichkeit hat, in kurzer Zeit genügend Energie zu laden, um die täglichen Fahrten abzudecken.

Das Ziel des Projektes SLAM ist daher, die Grundlagen für die wirtschaftliche und bedarfsorientierte Positionierung einer Schnellladeinfrastruktur zu erarbeiten, um die Verbreitung von Elektrofahrzeugen und insbesondere die überregionale Elektromobilität zu fördern. Die Untersuchung der Herausforderungen bei der Etablierung einer flächendeckenden Schnellladeinfrastruktur, geeigneter Geschäftsmodelle und des Aufbau eines Test-Netzes sowie die begleitende Forschung zu Nutzungs- und Mobilitätsverhalten sind wesentliche Eckpunkte des Projektes.

Das wesentliche Ziel der RWTH Aachen ist dabei die Entwicklung eines Standortkonzepts für Schnellladeinfrastruktur in Ballungszentren unter Berücksichtigung von Verkehrsknoten, Verkehrsströmen, vorhandener Ladeinfrastruktur, Nutzerstudien, Elektrofahrzeugdichte, zukünftigen Elektrofahrzeug-Flotten und Mobilitätskonzepten. Ein auf diesem Konzept basierendes Simulationstool soll Investoren bei der Auswahl geeigneter Standorte für den Aufbau von Schnellladesäulen unterstützen. Das Human-Computer Interaction Center (HCIC) unterstützt dabei sowohl die Erarbeitung des Standortkonzepts durch die Untersuchung der Nutzeranforderungen, sowie die den Aufbau des Test-Netzes begleitenden Nutzerstudien zur Akzeptanz und zu Präferenzen im Hinblick auf die Schnellladeinfrastruktur und Elektromobilität im generellen.

Projektinformation:

Förderung:

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Fördersumme:

14,2 Millionen Euro

Laufzeit:

März 2014-August 2017

Beteiligte Projektpartner:

  • Bayrische Motoren Werke AG (BMW)
  • Daimler AG
  • Deutscher Genossenschafts-Verlag eG
  • EnBW AG
  • Porsche Engineering Group GmbH
  • RWTH Aachen University
  • Universität Stuttgart
  • Volkswagen AG
  • Team:

    Ralf Philipsen, M.Sc.

    Teresa Schmidt, M.A.

    Dr. Sylvia Kowalewski

    Presse:

    Zeit Online, 7. April 2014 "Der Anfang vom Ende des Ladeelends"