Errichtung von Ladeinfrastruktur (LIS) für Elektrofahrzeuge in Düren (2018-2020)

Interdisziplinäres Verbundprojekt im Rahmen des „Sofortprogramms Saubere Luft 2017 bis 2020“

Das Projekt eMIND – Electric Mobility INtegration Düren – setzt sich aus der Stadt Düren und drei Instituten der RWTH Aachen University (RWTH) zusammen. Diese sind das Institut für Hochspan-nungstechnik (IFHT), das Human-Computer Interaction Center (HCIC) und das Institut für Stadt-bauwesen und Stadtverkehr (ISB). Unterstützt wird dieses Konsortium durch die Beauftragung der WIN.DN Wirtschafts- und Innovationsnetzwerk Stadt Düren GmbH (WIN.DN) und der Leitungs-partner GmbH, sowie weitere Unterauftragnehmer für die Themen Ladesystementwicklung, Be-darfsberatung bei Unternehmen und Lade-Hotspots im halb-öffentlichen Raum sowie der automa-tisierten Ladeinfrastrukturplanung im Stromnetz.

Gesamtziel des Konsortiums ist die Expansion der Elektromobilität in Düren durch den gezielten Aufbau von halb-öffentlicher Ladeinfrastruktur. Hierbei sollen Anreize geschaffen werden, um Kraftfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren durch Elektrofahrzeuge zu substituieren und somit den NOX-Ausstoß deutlich und nachhaltig zu reduzieren. Zudem werden Lade- und Serviceangebote untersucht, um eine nutzerorientierte Bereitstellung der Infrastruktur zu gewährleisten. Konkret ist geplant, an insgesamt 30 Unternehmensstandorten im Projektgebiet Ladeinfrastruktur zu errichten sowie zwei Lade-Hotspots in Betrieb zu nehmen.

Die beteiligten Lehrstühle der RWTH Aachen übernehmen dabei folgende Aufgaben:

Das IFHT betrachtet die Integration von Ladeinfrastruktur unter Berücksichtigung des zukünftigen Markthochlaufs der Elektromobilität. Zudem werden Verfahren für das Lastmanagement von La-depunkten entwickelt und dessen Einfluss mithilfe von Szenario-Rechnungen bewertet. Auf Basis dieser Betrachtungen und in enger Zusammenarbeit mit der Leitungspartner GmbH wird die Stadt Düren anschließend in der Erstellung von Konzepten zur langfristigen Optimierung der Stromnetze unterstützt.

Das HCIC erarbeitet im Rahmen des Projekts Handlungsempfehlungen zur Optimierung von Lade- und Serviceangeboten auf Basis der Anforderungen unterschiedlicher Nutzergruppen. Hierzu wer-den Nutzungs- und Akzeptanzfaktoren aus empirischen Untersuchungen potentieller Anwender abgeleitet, die eine Bewertung der im Projekt ermittelten Standorte für Ladeinfrastruktur ermögli-chen. Ziel ist hierbei die Parametrierung von Preismodellen sowie der Lade- und Serviceangebote, um u.a. eine optimierte Einsparung des Reduktionspotentials für NOX sowohl in der Stadt Düren als auch durch Generalisierung der Ergebnisse für andere Standorte der Projektregion zu verwirkli-chen.

Das am ISB entwickelte Standortfindungsmodell für elektrische Ladeinfrastruktur (STELLA) dient als Basis für die Ermittlung des eingesparten NOX-Potentials zur detaillierten Betrachtung von Sied-lungsstrukturen und potentiellen Nutzern von Elektromobilität. Dabei wird u.a. anhand der inner-halb des Modells entwickelten Verkehrsverflechtungen sowie des Fahrzeugbesitzmodells die Fahr-leistung ermittelt, die durch die Förderung der Elektromobilität nicht mehr mit konventionellem Antrieb, sondern elektrisch zurückgelegt wird. Davon kann das Potential zur Einsparung von NOX abgeleitet werden.

Gemeinschaftliches Ziel der RWTH-Partner die Unterstützung der Stadt Düren in der Erstellung von nachhaltigen Konzepten zur Ausbringung von Ladeinfrastruktur und zur Beschleunigung des Mobili-tätswandels hin zu elektrischen Fahrzeugen.

Projektinformation

Förderung

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, „Errichtung von Ladeinfrastruktur für Elektrofahr-zeuge im engen Zusammenhang mit dem Abbau bestehender Netzhemmnisse sowie dem Aufbau von Low-Cost-Infrastruktur und Mobile Metering-Ladepunkten“ im Rahmen des „Sofortprogramms Saubere Luft 2017 bis 2020“

Zeitraum:

01.11.2018 bis 30.09.2020

Team:

Ralf Philipsen, M.Sc.

Hannah Biermann, M.A.

Beteiligte Projektpartner:

Stadt Düren

Lehrstuhl und Institut für Hochspannungstechnik (IFHT), RWTH Aachen

Lehrstuhl für Communication Science, Human-Computer Interaction Center (HCIC), RWTH Aachen

Lehrstuhl und Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr (ISB), RWTH Aachen

Wirtschafts- und Innovationsnetzwerk Stadt Düren GmbH (WIN.DN)

Leitungspartner GmbH