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Pericles - Wahrnehmung des CCU-Lebenszyklus und der CCU-Produkte in der Öffentlichkeit

Die öffentliche Wahrnehmung von CCU-Produkten in Deutschland und die damit zusammenhängende gesellschaftliche Akzeptanz kann wesentlich von der Art der Produkte und den Kontexten, in denen sie eingesetzt werden, beeinflusst werden. So kann beispielsweise eine Matratze, die im privaten Bereich eingesetzt wird, im Vergleich zu Alltagsprodukten (Haushalt) oder als Baumaterial (Dämmung) anders bewertet werden. Bislang ist wenig Wissen darüber vorhanden, inwieweit die Akzeptanz bei den verschiedenen Konsumgütern variiert. Darüber hinaus beeinflussen individuelle Benutzermerkmale die Bereitschaft der Personen, diese CCU-Produkte zu akzeptieren und zu nutzen. Das Verständnis dieser Verbrauchergruppen und ihrer unterschiedlichen Wahrnehmungen und das Vertrauen in diese Produkte sowie der CCU-Industrie trägt dazu bei, die Informations- und Kommunikationsbedürfnisse zwischen Industrie und Öffentlichkeit und umgekehrt spezifisch anzupassen. Es ist wichtig, von den Verbrauchern zu erfahren, welche Faktoren ihr Vertrauen in Produkte und die Glaubwürdigkeit oder Zuverlässigkeit der CCU-Industrie beeinflussen. Der empirische Ansatz enthüllt die Wünsche und Anforderungen zukünftiger Nutzer an ein CCU-Produktlabel sowie akzeptanzrelevante Vertrauens- und Misstrauensparameter, die in der Kommunikation mit der Öffentlichkeit angesprochen werden müssen.

Das Projekt ist in drei Arbeitspakete unterteilt:

AP 1: Erweiterung der CCU-Produktlebenszyklusanalysen um Akzeptanzbewertungen zu verschiedenen Prozessschritten. Potenziale neuer Technologien wie CCU werden immer in Bezug auf bestehende Technologien bewertet, indem ein kompletter Lebenszyklus eines Produkts von der Gewinnung der Rohstoffe bis zum Recycling des Produkts verglichen wird.

AP2: Empirisch basierte, benutzerzentrierte Analyse der Akzeptanz verschiedener CCU-Produkte. Da die CCU-Produktfamilie sehr heterogen ist (von der Co2-Nutzung als Energieträger (z.B. Kraftstoff) oder als Produktionsmaterial (z.B. Kunststoffe, Arzneimittel, Düngemittel, etc.), wird die Analyse ein breites Spektrum von Produkteigenschaften und damit verbundenen Nutzungszusammenhängen sowie Verbrauchereigenschaften abdecken.

AP 3: Bewertung des wahrgenommenen (Dis)Vertrauens in CCU-Produkte und die CCU-Industrie Das Vertrauen oder Misstrauen in CCU-Produkte und die CCU-Industrie kann die Akzeptanz und Bereitschaft der Verbraucher zur Verwendung von CCU-Produkten ernsthaft beeinträchtigen. Ein möglicher Ansatz zur Vertrauensbildung ist eine angemessene Kennzeichnung von CCU-Produkten.

Förderung:

European Institute of Technology & Innovation (EIT) within the EnCO2re flagship program Climate-KIC

Zeitraum

2017-2019

Ansprechpartner:

Dr. Katrin Arning